Nachrufe

Wieder einmal haben wir die traurige Pflicht, den Verlust einiger unserer Kinder melden zu müssen. So sehr ihr fortgeschrittenes Alter ihren Abschied vorhersehbar machte, so sehr schmerzt er dennoch uns und ihre Familien.

 

Bereits im Dezember 2018 verließ uns Berry (Casper) mit knapp zwölf Jahren. Ihm hatten die Jahre und deren Begleiterscheinungen das Leben beschwerlich gemacht; der Hitzkopf und Weltenherrscher war müde geworden. In Würde und voller Schmerz seiner Angehörigen durfte er sich in den ewigen Ruhestand verabschieden, bevor das Leben nur noch zur Qual wurde. Wir alle verlieren mit ihm einen ebenso selbstbewussten Macho wie hingebungsvollen Kinderfreund.

 

Eri 1 250EriAm 20. Februar zieht der Schwarze Geselle ins Salzburger Land, um Eri seine Aufwartung zu machen. Keine neun Lebensjahre stehen zu Buche, als er es schließt. Knochenkrebs heißt der Büttel, der ihm zugearbeitet hat. Kraftvoll und sportlich war Eri ein Leben lang, dazu charmant und voller Witz und Energie, ein Ausbund an Lebensfreude, Stolz und Freude ihrer Familie. Doch nun gab die Krankheit den Takt über Eris Leben vor. Es war Zeit, Abschied zu nehmen, in Würde und voller Respekt, wie sie es sich verdient hatte. Die Großen gehen erhobenen Hauptes – und hinterlassen eine umso größere Leere. Doch jeder Tod ist Basis für ein neues Leben, und so wird es kein Zufall sein, dass ein Tag vor Eris Abschied bei uns die kleine Isi das Licht der Welt erblickt und acht Wochen später ins Salzburger Land zieht, um in Eris mächtige Fußstapfen zu treten. Vergessen wird sie Eri nie machen, aber ein Lächeln kann sie auf ihr Totenbildchen zaubern. Und vor allem kann sich der Zwerg auf ein ebenso unbeschwertes und umsorgtes Leben freuen, wie ihre Familie es Eri ein Leben lang bereitete. Dafür unseren herzlichsten Dank.    

 

Benta 250BentaAm 14. April diesen Jahres war Benta mit 13 Jahren und neun Monaten der Last des Lebens überdrüssig. Noch im November hatten wir ihr unsere Aufwartung gemacht und waren beeindruckt, wie kraftvoll und wach sie mitten im Leben stand. Letztlich war es nicht der Mammatumor, der ihr dieses Leben nahm, sondern ein allgemeiner Verfall und Abbau der Lebensgeister; es geht eben rasend schnell, wenn der Zahn der Zeit seine letzten Bisse setzt. Dem hatte selbst eine zähe und kraftstrotzende Benta, die vor Jahren schon einer Magendrehung trotzte, nichts mehr entgegenzusetzen. Wir haben sehr viel Zeit mit Benta verbringen dürfen und sie immer wie eine Vertraute empfunden. Umso schwerer fällt uns nun der Abschied. Ein Trost ist es für uns und ihre Familie, dass sie ihr Leben bis fast ganz zum Schluss genießen konnte und offensichtlich auch genoss.

Wir nehmen euch alle in den Arm, ganz besonders Dacapo, der nun ohne seine große Vertraute durchs Leben gehen muss.

 

DSC01020 1 250SukiNur gut zwei Wochen später, am 1. Mai, folgte ihr ihre Schwester Suki (Beltane) in den immer weiß-blauen Himmel des Bairischen Blues. Auch von ihr konnten wir nur wenige Wochen zuvor Abschied nehmen, der noch nicht aktuell, aber, ihrem Alter entsprechend, leider absehbar war. Ein Leben voller Aktivität hatte auch sie in einer außergewöhnlich guten Verfassung erhalten, zäh, gesund und hart im Nehmen bis fast ganz zum Schluss und bei unserer letzten Begegnung immer noch wach und voller Leben, obwohl ihr die Knochen schon sehr zur Last geworden waren. So wie sie sich über unser Wiedersehen freute, sind wir dankbar, dass wir sie noch einmal herzen durften. Letztlich muss auch sie sich dem sukzessiven, aber ziemlich schnellen Ausfall aller lebenserhaltenden Systeme beugen, der ihr ein langes Leiden ersparte.

Wir danken Sabine und Stefan, dass sie Suki fast 14 Jahre ein wunderschönes Leben bereitet haben, in dem es ihr wirklich an nichts fehlte. Und jetzt freuen wir uns riesig, dass nun seit einigen Tagen ein neuer, blonder Turboengel eurem leeren Haus wieder kräftig Leben einhaucht.

 

0P8A4462 1 250BlixaNur drei Tage vor ihrem 14. Geburtstag war es dann am 3. Juli Blixa vorbehalten, das Buch des B-Wurfs unwiderruflich zu schließen. Wie kurz der Weg von hier nach dort sein kann, wurde uns bei ihr ganz besonders bewusst. Noch am 25. Mai, anlässlich Fiannas Fährtenprüfung, durften wir sie in Deggendorf noch einmal in die Arme schließen und erlebten eine Blixa, die sich unbändig über unser Wiedersehen freute, die trotz ihrer Jahre immer noch die Blixa der frühen Jahre war  -  selbstbewusst mit einem sehr eigenen Kopf und Willen, dabei charmant und unwiderstehlich. Viel Zeit durften wir mit ihr auf dem Hundeplatz verbringen und hatten oft das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, als sie nicht mehr dabei war. Jetzt wird sie uns tatsächlich und für immer fehlen. Sie musste sich binnen weniger Tage einem Blasentumor geschlagen geben.

Dank an Katrin und Sigi für ein langes Leben nach Blixas Geschmack. Sie dürfte ziemlich zufrieden zu ihren Geschwistern gegangen sein.