10.07.2019 – Fianna und Hedda beim Gesundheits-TÜV

0P8A5594 1 250Der bei Hedda während der ZTP festgestellte Knubbel am Rutenende zwingt uns zu einer Röntgeneinkehr beim Tierarzt unseres Vertrauens. Und wenn wir schon da sind, werfen wir einen Blick auf ihr Herz und unterziehen Fianna einem routinemäßigen Alterscheck.

 

Heddas äußerstes und offenbar unerwünschtes Rutenende, das die Körmeister bei der Zuchttauglichkeitsprüfung in Schleiz zu ausgedehnter Fingerspitzenakrobatik animierte, erweist sich unter den Röntgenstrahlen als ein in sich etwas verbogener Wirbel. Es ist kein Keilwirbel und auch keine Wirbelverwachsung, sondern ein Wirbelchen, das sich unter der Last des Lebens etwas gekrümmt hat. Naheliegend ist eine Verletzung, weil das Symptom weder bei der Wurfabnahme, noch bei der NZB oder JB in Erscheinung getreten war. Jetzt gilt es, den Urteilsspruch des Gutachters abzuwarten.

Da wir alle Hündinnen, die eventuell Nachwuchs bekommen sollen und zudem noch den Belastungen des Schutzdienstes ausgesetzt sind, einem Herzultraschall unterziehen, ist die Gelegenheit günstig; Dr. Schiele ist ein Herzspezialist und Schallmagier und nur noch einmal pro Woche für diese Dienstleistung in der Praxis – wann also sonst, wenn nicht jetzt? Und was wir auf dem Schirm pumpen und vibrieren sehen, was sich da in bunten Kurven und Säulen offenbart, stimmt uns frohgemut: Hedda hat ein Herz wie aus dem Lehrbuch der Kardiologen. Gute Gene, darf man vermuten. Da hüpfen unsere Herzen ziemlich hochtourig vor Freude mit.

Und dann wird auch Fianna von innen nach außen gedreht. Spätestens mit acht Jahren unterziehen wir unsere Mädels einem jährlichen Generalcheck, und Fianna wird im November acht. Also, worauf warten.

Der kleine Knoten an der Milchleiste ist uns schon länger suspekt, aber seine Vermessung und Begutachtung gibt Entwarnung. Der Knoten ist stark abgegrenzt und abgekapselt und praktisch nicht versorgt, also derzeit ein Schläfer, außerdem noch diesseits der Größe, die Maßnahmen erforderlich machen würde. Also: Abwarten, beobachten und erst handeln, wenn sich die Parameter zum Schlechteren verändern sollten.

Ein Ultraschall von Fiannas Bauchraum, den sie entspannt in Herrchens Arm liegend genießt, offenbart eine an allen Innereien kerngesunde Fianna – außer einem großen, schwarzen Loch, das dem Betrachter einen mindestens ebenso schwarzen Schatten auf die Seele legt! Wir Eingeweihte nennen dieses schwarze Loch: Blase, doziert der Magier am Schallkopf. Und schon war die Kopfblase geplatzt und der Schatten von der Seele wie weggezaubert. Man wird ja schon ganz wuschig von all diesen Blasen um einen herum: Sprechblasen, Echoblasen, Spekulationsblasen, Asphaltblasen … da erschrickt man sich schon an einer ganz normalen Harnblase. Kurzum: Fianna ist bei kaum zu überbietender Gesundheit. Und für alle, die sich daran erinnern, dass sie sich vor Jahresfrist einer schweren OP an der Wirbelsäule unterziehen musste: sie läuft, sie schwebt, sie fliegt wie eine Fee; besser könnte es kaum sein. Oder doch? Die Blutwerte setzen nämlich noch eins drauf. Fiannas Blutbild zeigt Werte, die sogar dem erfahrenen Doc fast unheimlich sind. Sie sind alle im Optimalbereich, und das nicht altersbereinigt!

Die Chefin vergießt daraufhin ein paar Glückstränen und nutzt die Gunst der Stunde, um mit Fianna einen Deal auszuhandeln: 15!
15 soll die magische Zahl sein. Jetzt, so haucht sie Fianna ins Ohr, jetzt feiern wir Halbzeit. Abgemacht? Na denn, Prost.