06.03.2021 – Family-Dinner im Chiemgau

MenükarteWie? Was? Dinner?

Ist in Bayern die Gastronomie schon wieder geöffnet? Oder wagen wir es tatsächlich, mehr als eine Person aus einem anderen Haushalt zu uns einzuladen?

Nein: Wir wurden von Christine und Martina eingeladen. Und ein solches Angebot können wir nicht ausschlagen.

 

Christine und Martina haben viele Jahre eine Berghütte bewirtschaftet und sich Der Diners-ClubIris mit Krümel, Jens, Fianna, Heike, Anna-Maria mit Heddaunter Kennern sowohl als Köchinnen wie auch als Gastgeberinnen einen legendären Ruf erarbeitet. Nun sind sie vom Berg herabgestiegen und haben im November 2019 das „Bräustüberl Egg“ bei Halfing im Chiemgau übernommen – und im März 2020 wegen Corona gleich wieder zugesperrt. Und nun ist es ihnen in der Corona-Dauersperrstunde dieses Winters einfach zu langweilig, einsam und verlassen über Gerichten und Menüs für eine ungewisse Zukunft zu tüfteln Deshalb laden sie an den Wochenenden zum Wohnmobil-Dinner zu sich ein. Der rege Zuspruch belegt, dass wir nicht die einzigen sind, die ein solches Angebot nicht ablehnen können.

Mit Das Bulli-TeamRaum ist in der kleinsten Hütteunseren Freunden Iris, Jens, Anna-Maria und der kleinen Krümel treffen wir uns um 15 Uhr beim Bräustüberl und machen mit den Hunden einen entspannten Spaziergang ums Egger Moos. Um 17 Uhr stoßen dann die Herrschaften unseres Hias mit ihrem VW-Bulli dazu, was für Hias den Nachteil hat, dass er zuhause bleiben muss: Platzmangel im zum Dinner-Mobil umgerüsteten Bulli.

Und schon kann es losgehen. Alles eine Frage des StilsAlles eine Frage des StilsTischdeko und gute Laune werden vom Haus gestellt und die Vorspeise in Form von Krustenbrot mit leckeren Aufstrichen gleich dazu. Wein und Bier liefern den geistigen Rahmen, bevor SuppenkücheLieferando mit Herzein Erbsen-Bärlauchsüppchen, in nostalgischer Suppenterrine serviert, den Magen vorwärmt. Als Hauptgang wird Böfflamott mit Semmelknödel und Gemüse oder eine Chicorrée-Quiche mit Birnen und Brie durch die Womotür gereicht. Als Nachtisch steht eigentlich eine Stracciatella-Creme auf der Karte, aber die Wirtinnen erhören unser Flehen und erfüllen unseren Wunsch nach ihrem legendären Kaiserschmarrn. Generationen von Bergwanderern verzehren sich nach diesem ihnen nun für immer vorenthaltenen Gaumenfeuerwerk. Aber uns wird es als Krönung und Dinnerabschluss serviert! Das aber, so versichern sie uns, muss wegen des zusätzlichen Aufwands eine absolute Ausnahme bleiben. Das macht uns ausnehmend glücklich! Kaffee gibt auch noch dazu. Der Rest ist warmes Samstagabendglück.

Wie sehr wir uns alle nach Das Fenster zum GlückDas Fenster zum GlückGemeinschaft und – distanzierter – Nähe sehnen, spüren wir an der unbändigen Freude, die uns dieser Abend breitet. Man kann sich von Tür zu Tür und von Fenster zu Fenster zuprosten und anstrahlen, alles besser als die heimischen Wände zum hundertsten Mal nach Spinnweben abzusuchen.

Wir warenKaiserschmarrnDer einzige bayerische Kaiser – einzigartig bestimmt nicht zum letzten Mal im Bräustüberl und empfehlen allen, es uns gleichzutun. Es wird niemanden reuen. Christine, Martina und ihre Mädels sind großartige Köchinnen und allerherzlichste Last Blumen sprechenEin Prosit der gepflegten GastlichkeitGastgeber. Voraussetzung für einen Besuch in Corona-Zeiten ist ein Wohnmobil oder ein umgerüsteter Bulli oder Kastenwagen, an warmen Tagen empfiehlt sich auch ein Pritschenwagen, eben alles, was sich selbst bewegen kann, weil man autark sein muss und die Gasträume, einschließlich Toiletten, nicht benutzen darf.

Wer mehr wissen und sich unverzüglich anmelden will: www.bräustüberl-egg.de.

Wir danken den Krümels und Hiasis, dass sie uns Gesellschaft geleistet und einen so schönen Abend spendiert haben. Und unseren Gastgeberinnen sagen wir ein herzliches Vergelt‘s Gott. Bis bald…