29.03.2009 - Nachzuchtbeurteilung des D-Wurfes

Acht von neun Franziskanern stellten sich am 29. März in Nürnberg dem Körmeister. Das “Casting” verlief sehr zufriedenstellend.

Nichts konnte die seit Monaten geplante und angekündigte Leistungsschau des D-Wurfs am 29. März 2009 verhindern, selbst das Wetter, das sich wirklich alle Mühe machte, die Frage nach dem Sinn einer solchen Freiluftveranstaltung zu stellen, gab schließlich ein bisschen klein bei und wechselte von nass, kalt und windig auf ein moderates “nur kalt”. Es hätte auch nichts genutzt, weil sich, bis auf Dorine, deren Unabkömmlichkeit schön länger klar war, kein Mensch und kein Hund hatte abbringen lassen, nach Nürnberg zu wallfahren und sich dem Körmeister Pithan vorzustellen. Sogar Base Anni kam mit ihren Leinenzöglingen aus Muhr am See herüber gerollt, um sich ein Bild zu machen, ob beim Bairischen Blues nach ihr noch etwas Besseres nachgekommen wäre. Diese Frage konnte abschließend nicht geklärt werden, allerdings bestand am Ende des Tages kein Zweifel mehr, dass Franzis D-Zug prächtig gelungen war!

 Wir bedanken uns deshalb schon an dieser Stelle bei den Erziehungsberechtigten unserer Franziskaner dafür, dass sie ihre Fürsorgepflicht sehr ernst genommen haben und aus diesem zum Teil recht wilden Haufen, nein, keine Klosterschüler gemacht haben, aber Kinder mit Manieren, hinter deren Ohren dennoch der Schalk sein Nest hat. Da gab es keine nennenswerten Zicken bei der Fleischbeschau und beim Messen, alle waren mit Spaß bei der Sache, und selbst jene, die bisher unter Beißwurst eine unbekannte Frühstücksbeilage vermuteten, waren angesichts einer herumfliegenden Beißwurst schnell von den inneren Werten dieses Sportgeräts überzeugt und wollten mitunter gar nicht mehr von ihm lassen. Den Vogel schoss in dieser Hinsicht Darendi ab, der, obwohl Beißwurst zu seinen Tagesstandards gehört, so begeistert von der Sisalrübe war, dass er sie minutenlang im Kreis herum navigierte - könnte er jodeln, hätte er es getan.

Besondere Freude hat uns naturgemäß Durica, unser Sorgenkind aus Welpentagen, gemacht, die sich in jeder Hinsicht zu einer Prachtgöre entwickelte. Nach all den Schmerzen, den Tierarztfahrten, den Untersuchungen, Infusionen, Spritzen und Arzneien ist das nicht selbstverständlich; da kann schon mal eine Macke bleiben. Nicht so bei Durica: sie ist herzlich, herzhaft, offen und voller Feuer, einfach ein Goldstück. Dafür danken wir ihren Leuten ganz besonders, die den Erziehungsspagat zwischen Wattepackung und ertüchtigender Härte mit schwäbischem Pragmatismus gemeistert haben. Tolle Leistung! 

Alle Franziskaner haben insgesamt ein sehr harmonisches Wesensbild abgeliefert, sechs von acht wurde ein lebhaftes Temperament bescheinigt, die “Streichergebnisse” lieferten, wie schon in Welpentagen Darendi, der Hanswurst, der ein hektisch bekam und Bonny (Drischa), die Bedächtige, die ein ruhig bekam. Die Erscheinungsbildbeurteilung machte keinem echte Probleme: alle, außer Balou (Dulin), der etwas ausweichend, aber problemlos war, zeigten sich sicher und unbefangen - und das ist ein großes Kompliment an das Führungspersonal! Beutetrieb war auch bei allen vorhanden, bei fünf der acht sogar ausgeprägt, da soll mal keiner meckern, zumal nicht jeder mit der Beißwurst ins Bett geht. Auch Menschengruppe, Kette und Puppe bereiteten keine Probleme: sicher und meist auch interessiert meisterten sie die Herausforderungent. Da die meisten auch optisch nicht aus der Rolle fielen, wenn auch dem einen oder der anderen ein Schuss Farbe im Gesicht fehlt, haben wir für uns ohne Einschränkung entschieden: ein rundum gelungener Wurf. Da müssen wir jetzt außer den Erziehungsberechtigten natürlich auch Mama Franzi und Papa Antek den gebührenden Dank abstatten: schön durchgebraten, was ihr da ausgebrütet habt oder, wie der Anglophile sagt, well done!

Der D-Wurf des Bairischen Blues bei der Nachzuchtbeurteilung
Der D-Wurf des Bairischen Blues: v.l. Balou (Dulin), Bonny (Drischa), Darendi, Durica, Doosie, Dacapo und Daxi. Vorne: Mama Franzi und Papa Antek. Luis (Dobby) fehlt, weil er sich zum Zeitpunkt des Foto-Shootings noch auf einer unfreiwilligen Sightseeing-Tour durch Nürnberg befand.

Übrigens... Angesichts unserer blonden Boliden Darendi und Luis kam mancher Zaungast schwer ins Grübeln und stellte sich und uns die Frage, ob wir denn sicher seien, dass Franzi die Mutter der beiden sei und nicht etwa doch Anouk. Wir versichern, dass sich Anouk nichts zu Schulden hatte kommen lassen, was wir hätten wissen müssen. Licht ins Dunkel bringt vielleicht der Hinweis, dass Franzi und Anouk denselben Vater haben: Sugar “Sammy” vom Schondratal, und es scheint, dass dieser postum noch einmal ein unübersehbares Lebenszeichen gegeben hat, welches ein richtiges Ausrufungszeichen ist; ihren Opa können die zwei Blonden wirklich nicht verleugnen. 

Für einige der folgenden Bilder geht unser herzlicher Dank an Hermann Schröder, Lothar Leitner und Gerhard Kupfer.

 

Dacapos Auftritt
Darendis Auftritt
Daxis Auftritt
Luis' Auftritt
Doosies Auftritt
Bonnys Auftritt
Balous Auftritt
Duricas Auftritt