20.09.2009 - Franzi ist schönste Gebrauchshündin Bayerns

Die bayerische Landessiegerzuchtschau (CAC) am 20. September in Wallersdorf brachte zwei herausragende Ergebnisse für den Blues.

Franzi und Heike auf der CAC 2009 in WallersdorfFranzi vom Fuchsiengarten mit PokalFranzi wurde mit V1 Landessiegerin in der Gebrauchshundeklasse. Und der ganze Blues platzt vor Freude und Stolz.

Natürlich dürfen wir nicht unterschlagen, dass sie nur eine Gegnerin hatte, nämlich Amica “Luca” vom Südwind, die aber wegen eines Malheurs zurückziehen musste. Somit stand Franz ohne Gegnerin da. Aber dafür, dass die VPG-Hündinnen nicht vorzeigbar genug sind oder sich nicht zeigen wollen, kann Franzi nichts. Und das Vorzüglich hat ihr die Richterin Eveline Hohmann auch nicht aus lauter Mitleid geschenkt. Ob es mit Luca dann letztlich zu einem V1 gereicht hätte, wissen nur die Götter. Uns ist es egal, für Luca tut es uns allerdings aufrichtig leid. Das CAC steht jedenfalls nun für Franzi in den Büchern und wird nicht mehr hergegeben. (Übrigens: ihre Mama Franca hat das auch mal geschafft, es liegt also in den Genen.

Cento mit Kathrin Vogler auf der CAC 2009Cento mit Plazierung auf der CAC 2009Cento war die zweite schöne Überraschung! In der Offenen Klasse Rüden hatte er es mit zehn Konkurrenten zu tun, am Ende stand er mit einem hervorragenden V2 auf dem Stockerl. Sieger wurde wieder einmal Cliff vom Wildblumenland. Gegen einen vier Jahre älteren Seriensieger und Allesgewinner, der am Ende zum wiederholten Mal “Bester Hund““(BOB) wurde, kann man schon mal den Kürzeren ziehen. Das geht in Ordnung. Er hat sich ja fest vorgenommen, in die großen Schuhe seines Vaters Max zu schlüpfen und ist dabei auf dem besten Weg. Wir sind bollestolz auf den schwarzen Bären und auf Kathrin, die ihn hochprofessionel im Ring führte und ihm keine Gelegenheit zu seinen berühmten Spaßeinlagen gab. Einfach klasse die Beiden.

 

Benta auf der CAC 2009Franzi und Cento waren aber nicht die einzigen Vertreter des Blues in Wallersdorf. Benta hatte als quasi Lokalmatadorin Startpflicht und erledigte sich dieser Aufgabe wie jemand, der mit sanftem Druck überredet werden muss, zu einer Party zu gehen. Wenn so jemand sich trotz eines gewissen Unwillens nichts anmerken lässt und gute Miene zum ungeliebten Spiel macht,kommt sogar ein “Sehr gut” heraus. Das hat sie auch verdient und ist damit ihrer Mama auf den Fersen, die es auch nie über ein “Sehr gut” hinaus geschafft hat und trotzdem die tollste Hündin der Welt ist (ein Titel, den sie sich allerdings mit Franzi teilen muss!)

Dacapo auf der CAC 2009Vom D-Zug waren gleich drei am Start: Dacapo, Daxi und Doosie. Dacapo, ebenfalls als Lokalmatador in einer gewissen Hausherrenpflicht, ist noch ein Held in Wartestellung, pubertär unproportioniert, ein Schlaks im rotbraunen Wechselfell, ein Entlein auf dem Weg zum Schwan. Diesmal reichte es in der Jugendklasse nur zu einem “Gut”. Da hat man das Feld vor sich, das man aufrollen kann.

 Doosie auf der  CAC 2009Daxi und Doosie waren putzmunter in der weiblichen Jugendklasse mit dabei. Bei Doosie ist natürlich auch noch nicht alles perfekt und dort, wo es hingehört, aber ein derber Typ wurde ihr bescheinigt. Ja, warum auch nicht? Insgesamt reichte es bei ihr wegen der “nicht sehr ausgeprägten Kopfmarken” zu einem “Sehr gut”. Die Richterin spendete Trost und Hoffnung, dass die Marken schon noch kommen würden.

Daxi auf der CAC 2009Anders liegt der Fall bei Daxi. Die hat zwar auch keine üppigen Marken, aber immerhin mehr als Doosie, kommt ihrer Mama auch so sehr nach, dass ihr der Weg auf die Laufstege der Welt offen stehen müsste - wenn da nicht das verflixte Busentuch wäre, das sie seit ihrem ersten Tag einfach nicht los wird. An diesem Tag schien es besonders hell zu erstrahlen, als ob sie sich extra herausgeputzt hätte. Im Richterbericht steht dazu, dass ein großer, weißer Brustfleck die Brustmarke ersetzt. Der böse Fleck wird mit einem “Gut” abgestraft.

Erwartungsgemäß weniger beeindruckend war der Zuchtgruppenwettbewerb aus Sicht des Blues. Für die Zuschauer war der Blues sicher die beeindruckendste Mannschaft, weil immerhin mit dem ganzen verfügbaren Personal angetreten. Man darf doch zeigen, was man hat, oder? Fünf Hunde sind dann in einem relativ engen Ring doch eine ordentliche logistische Herausforderung, weshalb die Fünf schon mal den einen oder anderen Knoten ins Getriebe knüpften. In der Masse waren wir hinreißend, aber die Klasse konnte auch ein V2-Cento nicht rausreißen. Die Fünf liefen engagiert, aber unter ferner liefen.Zuchtgruppe_CAC2009Wir gratulieren den Drei vom Vögele Hof, die zum wiederholten Male mehr Klasse als Masse hatten. Hochachtungsvolle Grüße ins Allgäu.

Es war ein schöner Tag in Wallersdorf mit tollen Ergebnissen, der uns auch noch ein Wiedersehen mit fünf unserer Enkel vom Waldläufer brachte. Über deren Abschneiden kann man bestimmt dort bald mehr erfahren. So viel vorab: Sie haben sich prächtig herausgewachsen.