01.07.2012 - Fianna begleitet Klassenfahrt

Klassenfahrt 2012 mit FiannaFianna ist das erste Mal mit Frauchen auf Klassenfahrt in Pfunds/Tirol.

Seit nunmehr neun Jahren begleitet jeweils ein Hund des Bairischen Blues Frauchen bei der Klassenfahrt nach Pfunds. Unter dem Motto Erlebnispädagogik wird mit jeweils ca. 50 Kindern gewandert, geklettert und geraftet - eine ganze Woche an der frischen Luft. Für die Hunde ist es eine Woche so richtig nach ihrem Geschmack, denn neben der vielen Bewegung teilen sich die Schüler auch partnerschaftlich die täglich mitgenommene Brotzeit mit dem Hund - anschließend erhält das Trockenfutter zuhause Seuchenstatus.

 

Anouk im KlettergartenAnouk im Klettergarten

Franzi bewacht die SemmelHe, Du wirst doch wohl die Brotzeit nicht alleine verdrücken?

Nachdem in den ersten Jahren Anouk Begleithund war, übernahm vor vier Jahren Franzi diese Rolle. Dieses Jahr hatte also Fianna Premiere und ging mit gerade mal siebeneinhalb Monaten mit auf Tour. Von der Busfahrt über die gemeinsamen Unternehmungen mit den Kindern bis hin zur Übernachtung im Jugendhotel meisterte Fianna die Woche mit Bravour. Nach Hovi-Manier dauerte es nur einen Tag, bis sie die Verlockungen der Rucksäcke und deren Inhalte verinnerlicht hatte und sich mit schönstem Unschuldsgesicht vor den Kinder postierte, wenn diese ihre Brotzeiten hervorholten. Es dauerte auch nur einen weiteren Tag, bis das Programm durch Pfötchengeben komplettiert war. So hatte sie fast alles im Griff und fast immer Erfolg.

 

Anouk und Franzi mit Frauchen in der Klamm2010 haben wir im Anschluss an die Klassenfahrt noch zwei Tage Urlaub in Pfunds gemacht

Fianna in der KlammFianna bei der Tour durch die Klamm

Auch für die Kinder ist die Begleitung eines Hundes von Vorteil. Sollte die Kommunikation mit den Lehrern mal nicht so reibungslos ablaufen, wie man sich das wünscht, ist der Kumpel Hund immer ein geneigter und geduldiger Zuhörer und Kummerkasten, der auch Schimpfwörter schluckt, die die Lehrer nicht schlucken würden. Und diejenigen, die wenig oder keine Erfahrung mit Hunden haben, können diese aufbauen, weil sie bei der großen Auswahl von Kontaktpersonen vom Hund nicht belästigt werden, wenn sie nicht von sich aus Kontakt aufnehmen. Doch wenn Fianna bei den Wanderungen zwischen den Kindern umherläuft, bietet sich immer eine Gelegenheit, ihr schnell mal über den Rücken zu streicheln und sich so heranzuarbeiten. Andere Kinder wiederum gehen in der Hundeseelsorge komplett auf, umsorgen sie liebevoll und kümmern sich rührend darum, dass sie nicht nur (mehr als) genug zu futtern, sondern auch ausreichend zu trinken hat. Dafür schleppen sie, die oft genug schon an sich selbst genug zu tregen haben, sogar eine extra Wasserflasche durch die Landschaft.

Und nicht zuletzt hat ein Blick aus und in Hundeaugen schon auf manch einer Klassenfahrt Streitereien geschlichtet und wieder ein Lächeln in die Gesichter gezaubert.