27.06.2015 - Daumen drücken für Doosie

 MG 4030 04 klWir brauchen alle Daumen gedrückt für Doosie!

Doosie ist schwer erkrankt. Was letzte Woche mit einer ganz leichten Unsicherheit auf der Vorderhand begann, baute sich innerhalb von nur 24 Stunden zu einer solch starken Lähmung aus, dass die Hündin nicht mehr aufstehen konnte. In der Klinik wurde dann Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit ((liquor cerebrospinalis) entnommen und unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: FSME, oder auch besser bekannt unter Hirnhautentzündung.
24 Stunden später waren bei Doosie fast keine Reflexe mehr vorhanden und es stellte sich die Frage nach dem Einschläfern. Doch Gott sei Dank wurde diese Entscheidung aufgeschoben und letzten Sonntag bekamen wir das erste Mal die Nachricht, dass sich ihr Zustand nicht weiter verschlechtert, wenn auch nicht verbessert hat.

Als Annemarie und Hermann dann Doosie in der Klinik besuchen durften, zeigte nur ein starkes Hecheln der Hündin, dass sie ihre Menschen erkannt hat. Andere Reflexe waren nicht vorhanden. Doch ab diesem Moment verbesserte sich ihr Zustand - wenn auch in minimalen Schritten.

Nur zwei Tage später erlaubte die Tierklinik, Doosie wieder mit nach Hause zu nehmen. Dort kann ihr die reizarme Umgebung geboten werden, die sie zur Genesung dringend braucht, außerdem ist eine fast rund-um-die-Uhr-Betreuung möglich und Freundin Monika, die Tierärztin ist, kann täglich zwei Mal zur Visite vorbeischauen und mit ihr intensives Physio-Training machen.

Wir haben unsere Doosie heute das erste Mal gemeinsam mit Fianna besucht und sie hat sich wahnsinnig gefreut. Doch ganz klar muss man sagen: der Weg zurück ist noch ein langer. Momentan liegt sie außschließlich auf der Seite; mit dem linken Hinterbein kann sie schon wieder kräftig zappeln und es auch belasten, die anderen Beine zeigen leichte Reflexe, sind aber noch überhaupt nicht funktionsfähig. Mit Hilfe kann sie auch den Kopf kurz heben und halten. Was schon wieder recht gut funktioniert: Postboten mit Fianna zusammen verbellen und mit dem Schwanz vor Freude kräftig wedeln.

Nun hoffen wir alle, dass sich die geschädigten Nerven Stück für Stück  regenerieren und Doosie keine bleibenden Schäden zurückbehält. Genaues wissen wir erst in 2-3 Wochen. Doch wenn man den Verlauf mit dem bei Menschen vergleicht, ist der Fortschritt außergewöhnlich: Menschen legt man in einemm solchen Fall erst einmal zwei Wochen ins künstliche Koma, und bei Doosie sind gerade erst einmal acht Tage seit Einweisung in die Klinik vergangen, und zwar ganz ohne Ruhigstellung im Koma.

Liebste Doosie, wir glauben fest an deine Gesundung. Du bist eine Kämpfernatur, organisch kerngesund und konditionell in Topform, was uns sehr hoffen lässt, dass wir mit dir noch viele gemeinsame Stunden verbringen können.

Unsere Hochachtung und unser Dank geht an Annemarie, Hermann und Monika. Was ihr leistet ist fast übermenschlich und muss einfach von Erfolg gekrönt sein!