20.04.16 - Cento zieht vorübergehend bei uns ein

IMG 2699 200Cento und FiannaGelegentlich kann man bekannten Fußballer-Wahrheiten kaum widersprechen, etwa jener, die fatalistisch resümiert: Erst hast du kein Glück und dann kommt noch Pech dazu. Für Cento und seine Leute gilt das derzeit in jeder Hinsicht.

 

Ulla musste sich vor drei Wochen einer Augenoperation unterziehen und muss sich seither für einige Zeit schonen. In der Praxis heißt das: viel liegen, kein Autofahren, keine Erschütterungen, keine Hundespaziergänge. Und Flori musste ab Donnerstag, den 21. April für vier Tage auf eine lange geplante und wegen vieler ausländischer Gäste unaufschiebbare Geschäftsreise. Das alleine wäre kein Beinbruch und lösbar gewesen. Nun aber meldete sich Cento zu Wort, der just in diesem denkbar ungeeigneten Augenblick entschied, die seit seiner OP noch in der Blase befindlichen und unter Kontrolle gehaltenen Bakterien nicht länger zu aktzeptieren. Am Sonntag, den 17. April gab er mit 41° Fieber den Startschuss für die Bakterien-Entmietungs-Aktion, die erwartungsgemäß fehlschlug.

Also ist Flori am Montag (18. April) mit Cento von Bad Grönenbach im Unterallgäu nach Stephanskirchen in Oberbayern zu unserem Dr. Schiele gefahren, der auch die OP im Januar bei Cento vorgenommen hatte. Cento wurde inspiziert und der Doc entschied, dass Cento für mindestens zehn Tage (bei hartnäckigem Widerstand der Untermieter auch länger) täglich eine Spritze braucht. Super Drehbuch: Flori muss auf Geschäftsreise, Ulla ist mehr oder weniger bettlägrig und der Schwarze muss täglich an die Spritze.

Weil der erste Versuch, Cento vom Grönenbacher Viehdoktor täglich spritzen zu lassen, kläglich gescheitert ist und Cento die halbe Nacht von Dienstag auf Mittwoch herzhafte Schmerzen hatte (möglicherweise landete die Spritze im Ischiasnerv), machten wir Nägel mit Köpfen: Ulla und Cento zogen kurzerhand bei uns ein, der Chef des Bairischen Blues fährt den Schwarzen täglich zum Spritzen, die Chefin dreht gemeinsam mit Fianna und Cento ihre Runden durchs Mangfalltal - und Flori kann entspannt seinen Geschäften nachgehen. Geht doch, oder?

Cento ist ein liebenswerter, freundlicher und unkomplizierten Gast. Fianna und er sind ein Arsch und ein Kopf und ergänzten sich schon nach wenigen Stunden in der gemeinsamen Verteidigung ihres vorübergehend gemeinsamen Anwesens. Und uns liebt der Schwarze sowieso fast so wie sein Stammpersonal, das mindestens genauso unkompliziert wie Cento ist. 

So kann die Rekonvaleszenz-WG von Vagen getrost noch weitergeführt werden, jedenfalls so lange, bis Cento seine Untermieter an die Luft gesetzt hat. Und dabei ist er auf sehr gutem Weg.