18.05.2016 - Brianna operiert und wohlauf

Brianna vom Bairischen BluesKehlkopflähmung ist eine nicht seltene Diagnose bei alten Hunden großer Rassen. Ein rechtzeitiger und qualifizierter Eingriff kann ihr den Schrecken nehmen - so wie bei Brianna.

 Schon vor Monaten hatten, vor allem unter Belastung auftretende, röchelnde und rasselnde Atemgeräusche bei Brianna den Verdacht nahegelegt, dass bei ihr möglicherweise eine solche Kehlkopflähmung (Larynxparalyse) angezeigt ist, bei der sich der Kehlkopf bei der Einatmung nicht mehr erweitern kann, wodurch der eingeatmete Luftstrom Turbulenzen bildet, die zu den fiependen, röchelnden und röhrenden Atemgeräuschen und in der Folge zum Tod durch Ersticken führt. Tatsächlich wurde ihr bereits vor Monaten vom Tierarzt eine halbseitige Kehlkopflähmung attestiert. Der plötzliche und verstörende Erstickungstod Heinrichs (Calvins) im März diesen Jahres (siehe Schlagzeilen) ließ Claudia nun keine Ruhe mehr. Auf unser Anraten nahm sie mit Frau Dr. Klesty an der Tierklinik Kaiserberg in Duisburg Kontakt auf, die zu den ersten Adressen in der operativen Behandlung dieser Erkrankung gehört. Am Dienstag, den 17. Mai wurde Brianna von Dr. Klesty untersucht und eine beidseitige Larynxparalyse diagnostiziert. Nach weiteren Untersuchungen auf Erkrankungen, die möglicherweise einen Eingriff nicht mehr sinnvoll hätten erscheinen lassen (z.B. fortgeschrittene Tumoren), die aber negativ ausfielen, wurde Brianna am 18. Mai erfolgreich operiert - und am Donnerstag, den 19. Mai war sie schon wieder im vertrauten Taufkirchen bei München. Ihre Hausgenossin Gamba verbrachte die Tage zuerst bei ihrer Schwester Gruschel und dann bei uns.

Brianna vom Bairischen Blues topfit nach ihrer OperationBrianna zeigt stolz ihre OperationsnarbeEinen Tag später stellte sich Brianna schon wieder putzmunter mit einem trendigen Schal um den Hals ihren Fans am Hundeplatz in Siegertsbrunn vor und bewies allen, dass man auch mit fast elf Jahren beste Chancen hat, wie ein Phönix aus einem Operationssaal zu steigen. Bloß mit dem Bellen wird es nix mehr, weil man mit fixierten Stimmlippen verbal behindert ist. Allemal besser ein Leben lang schweigsam als spontan tot...

Nach über einem Monat kann man nun konstatieren: alles richtig gemacht, Operation gelungen, Patientin in bester Verfassung. Wir freuen uns so sehr darüber.