18.08.2016 - Farewell Doosie

IMG 3844Doosie am 18. August 2016 - es tut so wehAm 18. August mussten wir von unserer Doosie nach langem Ringen Abschied nehmen.

Im Juni 2015 wurde sie von einer Zecke mit FSME infiziert. Die Entzündung entwickelte sich explosionsartig und so heftig, dass sich auch Blut im Liquor befand. Zu diesem Zeitpunkt war Doosie bereits komplett gelähmt und nur ihre Augenlider deuteten noch ein Rest Leben in ihr an. Ärztliche Kunst, vor allem aber die unermüdliche und aufopfernde Pflege durch Annemarie, Hermann und auch Monika, der befreundeten Tierärztin, holten sie Stück für Stück wieder ins Leben zurück. Täglich mehrere Physio-Einheiten, Massagen, Wassergymnastik und Nervenreiztherapien ließen sie bald den Kopf wieder heben, später konnte sie wieder normal liegen und sich sogar selbständig aufsetzen und ihre Position nach Belieben wechseln. Das linke Vorder- und das rechte Hinterbein versagten ihr aber weiterhin hartnäckig den Dienst.

Doosie genoss dennoch ihr eingeschränktes Leben, war voller Lebensfreude und Lebenswillen, natürlich auch, weil sie überall und jederzeit umsorgter und geliebter Mittelpunkt war; Doosie hielt Hof und alle huldigten ihr.

Und doch war allen klar, dass das kein Leben eines Hundes, noch dazu eines so lebhaften und quicklebendigen, sein kann und darf: Ein lebenswertes Leben auf zwei Beinen ist nicht möglich. Nachdem eine letzte Botox-Therapie, die den Spasmus des linken Vorderbeins lösen sollte, fehlschlug, galt Doosie als austherapiert. Dass in die Beine von selbst wieder Leben kommen würde, war praktisch ausgeschlossen. Nur Doosie zeigte sich unbeeindruckt frohgemut und bester Laune und bei bester Gesundheit. Aber auch das würde sich ändern, weil das ständige Liegen auch einen robusten Hund krank machen muss.

Jetzt war es soweit: Doosie bekam einen hartnäckigen Durchfall, der sich nicht vertreiben ließ und der sie langsam zermürbte. Sie verlor die Lust am Leben und verschloss sich. Zuletzt verweigerte sie ihren Wassernapf.

Hermann und Annemarie wussten, was das bedeutet und taten ihr am Abend des 18. Augusts den letzten und denkbar schmerzhaftesten Freundschaftsdienst.

Farewell Doosie. Nun kannst du mit deiner über alles geliebten Mama Franzi gemeinsam Störche, Hasen und flügellahme Engel jagen, und ihr werdet ein Dreamteam sein, wie ihr es zu Lebzeiten ward. Für uns ist es jedoch nichts als ein Albtraum. Wir haben eine großartige und einzigartige Freundin verloren.

Annemarie, Hermann und auch Monika danken wir für die unermüdliche und aufopfernde Pflege und Fürsorge, die ihr Doosie zuteilwerden ließet. Wir alle, die euch kennen, wissen, was ihr geleistet habt und werden es euch nicht vergessen. Aber ihr wusstet und wir wussten, dass die Natur das letzte Wort haben würde.

Es ist nun gut so, wie es ist. Ihr habt Doosie viele Jahre eine schöne Zeit geschenkt, wie sie euch reich beschenkt hat. Haltet sie fest, diese vielen kleinen und großen Momente des gemeinsamen Glücks. Sie sind es, die unsterblich sind.