Echo

Familie Häfner mit EchoFamilie Häfner

Echo vom Bairischen Blues27.03.2011

Echo zieht bei Familie Häfner in München ein.

Echo hat den schwersten Job der Welt bekommen: sie soll die soeben erst und viel zu früh verstorbene Herzenshündin der Familie ersetzen. Wie auf einen groben Klotz nur ein grober Keil passt, hilft gegen verstorbene Herzenshunde nur ein lebender Herzenshund. Die Chefin hat sich ihren Schößling zu diesem Zweck vom Herzen gerissen. Es war Liebe auf den ersten Blick und sie ist acht Wochen nicht erkaltet. Die Vorstellung Echos gerät leicht zu einem aufgeblasenen Werbeprospekt eines abgehobenen Züchters. Dieser Gefahr ins Auge sehend, packen wir es an, auch weil die Übung kurz zu werden verspricht. Echo ist schön und kann ein Modell werden, das die Laufstege rockt. Echo ist vorne dran, immer am Puls der Zeit, mutig und verspielt, durchsetzungsstark, ohne zu dominieren. Echo ist kraftvoll und doch zerbrechlich. Echo hat das Timing eines Weltstars, dem man abnimmt, dass er seine Karriere nicht auf die Ruinen seiner Konkurrenten bauen muss. So jemand wird gehört, wenn er spricht. So jemand wird geliebt, wenn es ihm danach verlangt. So jemand bringt einen Saal zum Schluchzen, wenn er sich schneuzt. Aber so jemand bekommt auch die unlösbaren Aufgaben. Weil nur so jemand sie löst.