Eri

 Eri abschiedFamilie Brandstätter MG 0509 20024. April 2016Eri wandert wie Eleni nach Österreich aus zu Familie Brandstätter ins salzburgische Thalgau, dem Tor zum Salzkammergut.

Eri ist für die langen Distanzen geschaffen, Eri hat den langen Atem. Vom Nesthäkchen ohne Eigenschaften nahm sie den Weg übers schrille Girlie, um endlich als Diva im großen Fach die Bühne zu beherrschen. Eri ist das Gegenteil der ewigen Echo. Jede Woche schlüpfte eine neue, immer stärkere Eri aus dem Kokon, jede Woche beanspruchte sie mehr Platz unter den Räubern und in unseren Herzen. Am Ende ihres Aufenthalts bei uns bestach sie selbst hartnäckige Einhund-Menschen und zwang diese in nächtliche Entscheidungsrunden, deren Ausgang sich in einigen Fällen nur durch Ankündigung von Liebesentzug gegen sie richtete. Sogar über dem Blues schwebte bis zuletzt ein großes Eri-Fragezeichen. Eri ist eine starke Persönlichkeit, voller Kraft und Selbstbewusstsein. Sie hat den härtesten Griff im ganzen Räuberlager, einen Griff, den wir oft nur durch handfeste Maßnahmen lösen konnten. Davon ließ sich Eri überzeugen, beeindruckt war sie davon jedoch nicht, die Rute blieb auch im Maßregelvollzug unverzagt steil oben. Eri ist eine perfekte Harmonie von Härte, Willen, Zuneigung, Sinnenfreude und Wissbegierde: Eri will alles wissen - und Eri will es wissen. Ihre Liebesaufforderungen waren mindestens so tiefgängig wie ihre Kampfansagen, zum Schoßhocker taugt sie auf die Dauer trotzdem nicht. Und schön ist sie geworden, mit jedem Tag schöner und ausdrucksvoller. Dieses äußerst rare Exemplar einer Hovawarthündin hat alles, um auf den Laufstegen wie im Sport alles abzuräumen. Das Tor zum Salzkammergut schmückt jetzt ein ungeschliffener Diamant.