Fado

Fado-abschiedFam. WelterFadoIMGP068304.04.2012, der Schwarze Iberer, hört jetzt auf Paul, bleibt in der Nachbarschaft und schlägt sein Lager in Kolbermoor, nur wenige hundert Meter von seiner Halbschwester Lily (Exe), auf.

Wie ein von der letzten Eiszeit ausgespuckter Basaltblock ragtest du unerschütterlich zwischen deinen Geschwistern hervor. Du warst Eisbrecher und Herzensbrecher, Tiefenentspannung und Hochgefühl. Für deine Geschwister warst du immer der mit dem dicken Fell, an dem man sich versuchen konnte. Wenn dem mit dem dicken Fell dann mal der Kragen platzte, mussten sie sich wieder die Knöpfe an den Pelz nähen. Dein Name kommt vom lateinischen Fatum, was Schicksal oder göttlicher Wille bedeutet und bezeichnet einen portugiesischen Musikstil, der von unglücklichen Liebschaften und der Sehnsucht nach besseren Zeiten erfüllt ist. Weil du aber ein waschechter Bayer bist, steckt in dir so viel Hallodri, dass es gar nicht zur Saudade kommen kann, sondern du einfach ein richtiger kleiner Saubazi bist. In der Süddeutschen Zeitung vom 29. November 2011 fanden wir einen Artikel mit der Überschrift: Der Fado ist jetzt auch Weltkulturerbe. Das wäre eine Karriere! Deinen Leuten wäre es schon genug, wenn du dich an die ortsüblichen Sitten und Gebräuche halten würdest. So ein Fado kann nämlich ganz schön unter die Haut gehen…