Ferdi

Ferdi-abschiedFamilie RohdeFerdi, Ferdi vom Bairischen Blues24.04.2012Franzis ultimativ Letztgeborener, verbringt seine Tage im oberbayerischen, fast schon tirolischen Flintsbach.
Einer wie du, so ein kleiner Klabauter, mit fliegenden Ohren und Rockschößen, ist immer in Gefahr, Opfer größtmöglicher Liebe zu werden. So einer wird gerne gehätschelt und verwöhnt, weil man ihm nie böse sein kann. Wir wissen, wovon wir sprechen. Was haben wir gelacht, wenn dich deine Tempoläufe aus der Kurve trugen und du wie ein Torpedo mitten in einem selbstvergessenen Geschwisterhaufen einschlugst und schon wieder weg warst, ehe die Gemetzelten das Ereignis zur Kenntnis nehmen konnten. So einer bist du: blitzschnell an Körper und Geist, gewieft wie ein bayerischer Viehhändler – aber eben kein Rosstäuscher. Du kannst dir jederzeit in die Augen sehen, so wie du uns mit deinen Schwerenöterblicken oft genug an den Rand der Kapitulation gebracht hast. Dein Blick und deine ungebremste Zuneigung sind wie ein süßes Gift, das alle guten Vorsätze und Sitten im Umgang mit dir schleichend auflöst. Man muss dich im Auge behalten, so wie du uns nie aus den Augen verloren hast.